Aaachtung - fertig - los!

Wir stehen für unser bisher größtes Inklusionsprojekt ist gestartet.

Am 1.11.2020.

Um 11.01 Uhr.

Ab 12.12. gelten erste Öffnungszeiten für 1-1-Treffen.

 

Freu-freu-freu ... Das Blitzlichtlampenfieber war hoch. Und alle haben mitgefiebert.

 

With a little help ...

 

Der entzückendste Neuzugang im emo(p)fotologischen Team: Fropsfräulein, Therapiehund und
Pfotenfee Pfiffigenie.

 

Egon ist nicht mehr ganz so frisch, aber auch immer fröhlich: Als Chef vom Empfang steht er bei mir daheim vor der guten Fotostube. Er modelt auch ab und zu, hat  jedoch nichts mit der Fotomache für die Beerdigungsfotos zu tun.

 

Emofotologie

Für Barrierefreiheit auch in und an den Köpfen.

 

Nein, das ist nicht Pfiffigenies Maulkorb.

 

Ronja hat hier bereits für die nächste Ausstellung - 2020/21 - gemodelt und wird in Zukunft auch aktiv als Inklusions-redaktionsmitglied mitwirken.

 

Kein Dornröschen. Ein Bild aus der aktuellen Ausstellung.

 

"Meine Freundin, die Bäumin ..." Sie hatte 2017 Model gestanden. Im Rahmen der Landart. Für unsere Outdoor-Ausstellung in Ebstorf.

 

Die Bienenfrage stellt sich mir als alte Immenhoferin

natürlich auch.

 

Es war einmal ...

Immenhof 1969:

Goldie, Papa Schulz, Klein-Brigitte und das liebe Brüderlein. Goldie war die Stammmutter aller, die da noch kamen. Ponys, Ponys, Ponys ...

 

Heute bleiben mir nach über einem halben Jahrhundert nur noch die Erinnerungen. Aber ich höre in mir immer noch das Trippel-Trappel.

 

 

Echt jetzt? Von der Pferdeflüsterin zur Fotoflüsterin? Ja.

 

 

Mein kleines Zuhauseatelier

 

Brigitte Schulz
Immenhof 7
29593 Melzingen


Achtung! Neue Festnetznummer: 0581 -97 3 98 747

 

Und täglich grüßt das digitale Handycap: Handy im Funkloch, Internet instabil … Immerhin bin ich über Festnetz  wieder erreichbar und Whatsapp funzt zumindest app und zu. Mit dem Handy bei mir im Haus zu telefonieren ist allerdings unmöglich.

 

Mobilnummer:

01520 - 13 69 580

 

Mailanschrift: immenhof@t-online.de

 

Unser kleines Stadtatelier

 

Schuhstraße 8

29525 Uelzen

 

Mobilnummer:

01520 - 13 69 580

 

Mailanschrift: immenhof@t-online.de

 

www.emofotologie.de

 

Texte, Fotos und ggf. Bildbearbeitung: 
Brigitte Schulz / Emofotologie

 

Die Porträtfotos, die mich zeigen, sind von Andrea Künstle sowie von Frauke Szameitat, Bernd Meyer, Sebastian Tramsen und Fräulein Schminke aufgenommen worden.

 

Pegasusenlogo:
Georg Lipinsky

 

Comiccamera und so:
Fräulein Schminke /
Anke Brinckmann

 

 

(Alle Rechte vorbehalten)

 

 

fotokameras-0001.gif von 123gif.de

Immen"höfliche" Bienenbüttenrede!    

Im Rahmen der Landart Uelzen 2015

Ich danke Anja und Bernd Meyer für dieses bunte Erinnerungsbild, im Rahmen der Landart Uelzen 2015.

Warum die Bienen ins Gras statt in die Blumen beißen … 

Ähnlichkeiten mit noch lebenden Bienen sind nicht zufällig!

 

Vorgesumme

 

Ich bin eine Saisonarbeiterin - OHNE Mindestlohn.

Zuhause wartet auf mich ein fauler Drohn,

Kein Sex, keine Drogen, kein Rock `n Roll …

Eigentlich habe ich den Rüssel ja voll.

Doch - mit Nektar voll ist er noch lange nicht

- darum ist jetzt Zeit für (m)ein Passt-Auf-Gedicht.

 

Ernst des Themas erkannt. Vielen Dank für das treffliche Mädelsbild im Rahmen der Landart, liebe Anja und lieber Bernd Meyer.

AllGemeines

 

250 (!) Flügelschläge pro Sekunde,

eine Fluggeschwindigkeit von 30 km/h pro Runde

Diese Woche hatte ich wieder xtausend Flüge!

Was? Ihr glaubt, dass ich hier lüge?

 

Ey, jeden Morgen reibe ich mir die Müdigkeit aus 10.000 (!) Pupillen.

Weil - um sooo ein kleines Honigglas zu füllen,

fliege ich umgerechnet 3 x um unsere Weltenkugel.

Wer das nicht glaubt, frag nach bei Google.

 

40.000 Sammelflüge, zu 7 Millionen Blüten,

um alles für sooo ein kleines Gläschen einzutüten.

Eine immense Mordsleistung, die nur wir Bienen schaffen.

Ihr braucht jetzt gar nicht sooo erstaunt zu gaffen.

 

JA! Ich brauche eine Gewerkschaft und Interessenvertreter,

und zwar schon gestern und nicht erst später!

Was? Ich übertreibe übertrieben und mache mich wichtig?

Hm. Das ist zur Hälfte richtig.

 

Wichtig bin ich - das dürft Ihr hier so stehen lassen,

doch es könnte Euch wohl so in Eure Denke passen:

mich auch der Überspitztheit zu bezichtigen.

NEIN! Versucht nicht mich zu beschwichtigen.

 

¾ der Wildbienen sind bereits vom Aussterben bedroht,

und auch uns Haus- und Honigbienen winkt - mit seinen Flügelärmeln - der Tod.

Doch - wie konnte es verflugterweise so weit kommen?

Und was für Folgen haben überall begonnen?

 

1. Es geht immer ums Geld.

2. Was kostet die Welt?

 

Doch was steht in den Medien drin?

„Die böse Milbe rafft die Bienen hin!“

ICH sage Euch: die Raffgier rafft uns nieder!

Und ich finde mich wissender – als Ihr - in diesem Thema wieder.

 

Logisch, jene „importierten“ Milben sind ein RIESENPROBLEM,

machen uns schwach und krank und unbequem.

Stellt Euch vor, Ihr hättet Zecken am Körper, groß wie Karnickel,

Uuaaah - und Ihr jammert schon über Mallorcapustelpickel.

 

Natürlich - die Milben sind für uns eine tägliche Plage,

doch stellt sich gleichzeitig die bedachte Frage:

hätten wir den Befall - seit den 70igern - besser ausgehalten,

würden nicht andere Faktoren uns zusätzlich ausschalten?

 

Also bitte: schiebt nicht alle Schuld den Varroamilben zu.

Dass unsere Abwehrkräfte schwinden - Mensch! Schuld daran bist Du.

Z.B. mit Pestiziden auf den Feldern, in den Gärten, in den Gehsteinritzen …

Ja leider, auch die Kleinstgarten- und Pflanzkübelbesitzer spritzen.

 

Die Gifte, die uns nicht töten, rauben unseren Orientierungssinn

und wir finden plötzlich nicht mehr nach Zuhause hin.

Oder falls doch noch - mit allerletzter Kraft,

haben jene Mittel uns trotzdem geschafft.

 

Derart vergiftet tollpatschen wir dann auf dem Flugbrett her und hin,

hier und da mit dem Kopf gegen die Wand und ohne Sinn.

Doch auch Funkwellen behindern mitunter unsere Navigation.

Darum erteilt mein Frauchen Handyverbot im Bienengarten schon.

 

Selbstverständlich auch wegen der Idylle,

im Immenreich hat ´s Frauchen lieber stille.

Damit sie unser Summen hört,

und damit uns keine/r stört.

 

Doch jenseits vom Idyll?

Das Leben ist ja kein Ponyhof im Pippi-Langstrumpf-Stil.

Nun - da geht es nur um eine Frage:

Wie arbeiten wir Bienen - möglichst brav und möglichst viel und übertage?

 

Damit wir nicht so viel Zeit „vergeuden“ mit unserem Wabenhäuslebau,

bekommen wir vorgefertigte Wabengerüste ein- und vorgesetzt – ja, ganz genau!

Damit wir viel mehr Zeit für Sammelflüge zur Verfügung haben,

Damit Ihr voller füllen könnt - die Supermarktauslagen.

 

 

Ausnutztiere mit Krönchen

 

Ihr setzt uns Bienen - nach Rind und Schwein - auf Platz 3 der wichtigsten Nutztiere,

wobei ich mich gar nicht geniere,

zu meinen, dass die Krone unserer Bien-Mum besser zu Gesichte stünde.

Doch - zu viel Eitelkeit ist Sünde.

 

Zudem: Nutztier ist eh so ein Wort, das ich nicht leiden kann,

weil es bedeutet: ausgenutzt werden von jedermann.

 

Dennoch: es geht hier um existenzielle Fragen,

und nicht „nur“ um materielle Gaben.

Ohne uns könntet Ihr sooo vieles nicht in Euren Supermärkten kaufen.

Wir halten summasummarum ¾ Eurer Nahrungsmittel am Blühen und Laufen.

 

Ergo: Jeden dritten für Euch Leckerbissen

könntet Ihr ohne uns gar nicht genießen.

 

Ohne uns sähen Eure Obsttheken trostlos aus,

und sogar Euer Kaffee käme Euch teurer ins Haus.

Weltweit erwirtschaften wir Honigbienen etliche Milliarden Euro jährlich.

Für Euch Menschen! Was uns bleibt, ist den Bankern und Börsianern – ganz ehrlich:

 

Egal, wurscht, einerlei, gleichgültig, am Popes vorbei und schnurzpiepe.

Wegen „ein paar toter Bienen“ machen Geschäftsleute so auch gar kein Gefiepe.

 

Viele Geschäftsleute beuten von daher unsere Völker völlig aus.

Sie nennen sogar Beute – also Diebesgut – ein jedes Bienenhaus,

das im Imkerlegostil wird aufgetürmt und aufgeschichtet,

und wie für Billiglohnländerfabrikarbeiterinnen eingerichtet.

 

Wo ich meine Blicke auf die Bienenwolkenkratzer lenke,

so ich immer öfter an das Abkratzen denke.

Ja, Honig, Pollen, Wachs, Gelee Royal …

gelten für Euch seit Adam und Eva als ideal.

 

Leider lässt alles sich übertreiben.

Wie kann ich es beschreiben?

Selbst unseren Bienenkitt kratzt Ihr aus allen Ritzen.

Unser Stachelgift mögt Ihr gegen Rheuma oder Falten spritzen.

Ja - ob Nahrungsmittel-, Gesundheits- oder Kosmetikindustrie,

unsere Produkte sind bei Euch begehrt wie nie.

Und dafür mögt Ihr über Bienenleichen gehen?

Könnt oder wollt Ihr nicht verstehen?

 

Wir waren die Einzigen, die bereits im Paradies gearbeitet haben,

doch jetzt nähern wir uns vermutlich unseren letzten Arbeitstagen.

Dann gibt es keinen Erkenntnisapfel mehr für Euch zu pflücken,

es sei denn, Ihr bestäubt so wie in China, mit der Hand überm Rücken.

 

Bestäubung mittels Pinsel, Q-Tip oder Federfussel.

Was seid Ihr? Menschen oder Öko-Dussel?

 

Wie ich es sehe, treibt Ihr es munter weiter:

Bienenkörbe sind für Euch wie Honigeuter.

Gemolken werden wir Immen darum wie Kühe.

Und der Lohn für alle diese unsere Mühe?

 

Im Winter serviert Ihr uns Zuckerwasser.

Doch auch im Sommer wird es immer krasser!

Es ist nicht Petrus, der dementer wird.

Die Menschheit ist es, die das Klima zerstört.

Die Menschheit ist es, die die Umwelt platt macht,

bis die Erde wirklich Ähnlichkeit mit einer Scheibe hat.

 

 

Sag mir, wo die Bienenblumen sind …

 

Winterruhe heißt für uns ums Überleben zittern und zagen,

also nix mit Urlaub, chillen, ausschlafen oder faulen Tagen.

Immerhin sehen wir so nicht, was draußen los oder nicht los ist.

Das passiert erst, wenn das Thermometer über 12° Grad Pluszahl misst.

 

Im Sommer ist es wärmer, doch fehlt mir sommers oft der Sinn.

Wo sind bloß die vielen wilden Blumen hin?

Monokultur und sterile Pseudoblumen ohne Nektar oder Pollen …

Gefälschte Sonnenblumen, die nur in die Salatölpresse sollen …

 

Hier und da noch ein Blumenbeet als ästhetische Dekoration

- leider mit vollen Blüten, für uns ja der blanke Hohn.

In gefüllte Blüten passen wir Bienen doch nicht hinein

Streifen machen nämlich nicht schlank, auch das ist gemein.

Keine Wespentaille, der Rüssel zu kurz,

und Euch ist das schnurz?

Ist die Menschheit böse, gedankenlos oder dumm?

Diese Frage treibt mich immer wieder um.

 

Als Krone der Schöpfung betitelt die Menschheit sich.

Krone der Erschöpfung trifft es eher, glaube ich.

Obwohl ich auch meinen könnt, Ihr seid der Zacken,

der aus der Krone der Schöpfung tut knacken.

 

So laut wie Puffreis in der Mikrowelle knackt.

Ja - manchmal hat die Poesie mich echt gepackt.

 

MAIS (!!!) soweit meine Facettenaugen gucken,

da kann ich nur noch trocken schlucken.

Ich bin doch nicht als Kolbenfresserin geboren,

wenn Ihr so weitermacht, bin ich verloren.

 

Keine Kornblumen, kein Löwenzahn, kein Mohn,

dafür immer mehr blanker Beton.

Kunstrasen und Plastikblumen mag ich gar nicht erwähnen,

sonst kommen mir wieder die Tränen.

 

Obgleich – damit könnte ich Euch den Honig versalzen und verdrießen,

vielleicht ließet Ihr dann wieder mehr honigsüße Blümchen sprießen.

Nach der Rapsblüte ist unsere Speisetafel ja in vielen Regionen leer,

da geben auch die subventionierten Blühstreifen nicht genügend her.

Ha, und was pflanzen Stadtplaner im Frühjahr in die Blumenkübel?

Stiefmütterchen, Tulpen …, ey, davon wird mir echt übel.

 

Fein, lieb, knallebunt, aber nix im Kopf.

Also - nichts für meinen Wabentopf.

Die letzten lecker Wildblumen reichen nicht mehr für den hohlen Rüssel.

Bitte: macht Euch heute lieber Zucker statt Honig in die Müslischüssel.

 

Und schafft uns hurtig neue Bienenweiden,

sonst werde ich bald noch mehr leiden.

 

Nur wenn sie stimmen, diese unsere Blütenzahlen,

vermag ich duftende Kondensstreifen in die Lüfte zu malen,

um meinen fleißigen Schwestern die Wege zu weisen,

und die buntesten Wiesen lobzupreisen.

Meine Duftpupse furze ich herzchenförmig über jedes Phaceliafeld.

Auch Thymian, Schnittlauch, Boretsch, Salbei und Weinraute zählt.

Genauso Zitronenmelisse, Malve, Katzenminze, Senf oder Herbstanemone.

Auch Goldrute, Cosmea, Bärlauch und Himbeeren sind nicht von ohne.

 

Meine rosig riechenden Pupse führen zu den nahrhaftesten Blüten,

und mit viel Glück auch zu den berauschendsten Nektartüten.

Leider, leider viel zu selten.

Nicht nur weil die Blumen welken.

 

„Sag mir wo die Blumen sind“, ist als (Antikriegs)Lied wieder am Puls der Zeit.

Ganz ehrlich, dass tut mir sooo leid.

 

Drum - speist uns im Winter bitte nicht ab mit schnödem Zuckertrank,

die meisten von uns sind doch schon geschwächt oder krank.

Ich habe behinderte Bienenschwestern, die niemals fliegen werden.

Mit Krüppelflügeln und keiner Überlebenschance auf Erden.

 

Uns mit Zuckerwasser zu füttern statt uns Honig naschen zu lassen,

ist wie der Tausch „Glasperlen gegen Gold“ – und kaum zu fassen.

Ja, wir können Nektar und Pollen in haltbare Sonnenenergie verwandeln.

Doch müsst Ihr diese gnadenlos in Megamassen verhandeln?

 

Wie oft ich zu fliegen habe - nur für ein Honigbrötchen - wollt Ihr nicht wissen.

Sonst würde Euch ja im Halse stecken bleiben, jeder dritte Bissen.

Doch ich möchte Euch den Appetit noch mehr als ein bisschen verderben.

Ein ziemlich legaler (Ein)Satz - so kurz vor dem Sterben.

 

Unsere Spucke ist ein wesentlicher Zusatz im Honig, wusstet Ihr das?

Möchte in Zukunft jemand lieber Nutella statt Honig im Glas?

Am Tannenhonig ist neben der Spucke noch Blattlauskacka mit dran.

A-apropos: Mein Frauchen lebt aus Überzeugung vegan.

 

 

Mein Freund, der Baum

 

Beim Wort Tanne fallen mir die Bäume um, äh, fallen mir die Bäume ein.

Die meisten Bäume stehen heute ja eher allein.

Von wegen: „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.“

Wo doch sogar im Regenwald kaum noch Bäume stehen.

 

Und wo sind gar die hohlen Bäume?

Unsere einstigen Lebensräume?

„Mein Freund, der Baum, ist tot …“

Wir Immen leiden auch noch Wohnungsnot.

 

Früher, später oder schon ganz bald?

Wird jede Menschengier zur Axt im Wald,

Doch wer an dem Ast des Honigbaumes sägt,

erntet die Frucht, die der nie mehr trägt.

 

Gestern habt Ihr nur Initialen in die Rinden geritzt,

heute sägt an dem Ast, auf dem Ihr sitzt.

 

Ich weiß, Straßenbäume gelten in Eurer Welt mittlerweile als gefährlich,

für Auto- und Motorradfahrer - doch seien wir doch mal ganz ehrlich.

Auch so mancher Rasen wird wie mit der Nagelschere getrimmt,

damit ist vielen verschiedenen Insekten schon der Kindstod bestimmt.

 

Dabei wünschen wir uns einen ganz anderen Sensenmann,

einen, der Blühwiesen ohne Rasenmäherroboter mähen kann.

Einen, der nicht alle paar Tage mäht,

einen, der etwas von der Natur versteht.

 

Blumen können leider nicht zur Seite springen

und sich vorm Rasentrecker in Sicherheit bringen.

Blumen haben bekanntlich keine Füße oder Pfoten,

darum überbringen ja auch wir, so als Liebesboten:

 

Dieses blümerant bunte Fortpflanzungspuder.

Nein-nein, ich bin kein Luder.

Eher so eine Art Lovemobil -

Flying Speeddating für Stumpf und Stiel.

 

Doch wenn ich den Blütenstaub noch weiter wischen soll,

dann macht mir die Pollenhöschen bitte ordentlich voll,

in dem Ihr auch auf dem Land für neue Blühflächen sorgt,

denkt dran, Ihr habt von Euren Kindern die Erde nur geborgt.

 

Noch vermögen wir Bienen das Pflänzchen der Hoffnung zu pudern.

Doch Ihr Menschen dürft nicht noch weiter schludern.

 

 

Mutter Erde

 

Tut nicht so, als wäre Mutter Erde unkaputtbar und immerwährend.

Mutter Erdes biologische Uhr tickt schon später als spätgebärend,

und da Mutter Erde sich niemals einen Lover gönnte

- ist keiner da, mit dem sie kleine Babyerden machen könnte.

 

Adoptionsmöglichkeiten hat Mutter Erde als Alleindrehende nicht,

so dreht sich die Gute nur noch, bis sie sich vollends erbricht.

Am Ende hat sie nicht viel zu verlieren,

Wann werdet Ihr Menschen das mal kapieren?

 

Was, wenn Mutter Erde sich für einen Freitod entschließt?

Was, wenn Mutter Erde sich ins Weltall zerschießt?

 

Wem nützen 10.000 Facebookfreunde, wenn Mutter Erdes grüner Daumen runter geht?

Dann wären auch Eure summenden Smartphones vom Winde verweht.

Vielleicht ist das ja eine Vision, die Euch nachdenklich macht.

Bevor der Globus global auseinander kracht.

 

Tut nicht, als gäbe es eine Reservewelt.

Überlegt lieber, was Mutter Erde gefällt.

 

Was singen sonst Eure Kinder in einigen Jahren?

„Summ-summ-summ, Roboterbienchen summ herum.

Flieg nur aus in Müll und Halde,

ey, da findst Du nichts so balde …“

 

 

Wer ich bin, dass ich Euch so sehr ermahne?

Gestatten? Immelore Nektaria Summsine Schulz mein Name.

 

Ich bin bienenfleißig und multifunktionell,

zuverlässig und im Fluge schnell.

Immer in Bereitschaft und ohne private Sphäre.

Ich bin eine Imme, habe die Ehre.

 

Mein Lebenslauf oder besser -flug,

ist kurz, aber der Aussage genug:

 

Als Wabenbaubiene habe ich tausende von Zellen repariert,

Das notwändige Wachs hab´ ich aus den Rippen transpiriert.

Vorher habe ich zigtausend Eier sortiert,

und als Putzbiene den Boden leichenfrei poliert.

 

Ich habe als Bienenventilatorin fungiert,

und mich als Puppenmutter ausprobiert.

Ich habe Körperpflegedienste übernommen,

und einen Security-Job als Wächterbiene begonnen.

 

Vielleicht werde ich noch Scout- und Immobilienimme,

wenn ich die Richtung eines Schwarmes bestimme.

 

Diese Multifunktionalität ist mir ja angeboren.

Das wird leider multi ausgenutzt – ganz unverfroren.

 

So kam von Eurem Militär kürzlich eine Einlade:

Ob ich gefälligst Interesse an so Fortbildungen habe?

An Weiterbildungen zur Sprengstoff- oder Drogenspürbiene.

Wo ich doch jetzt nicht allzu viel verdiene.

 

Von der Feld-Wald- und Wiesen- befördert zur Feldwebelimme?

Von Nektar und Pollen jetzt zu – Achtung! - Korn und Kimme?

Das Militär steht eh schon vor entsprechenden Massenproduktionen.

Codewort: Roboterbiene. Fertig und einsatzbereit sind dabei die Drohnen.

 

Ich habe verweigert, bin ich jetzt eine Bufdi? Eine Bundesfreiwilligendienstlerin?

Na, das kommt so hin.

Zurzeit bin ich, in meinem Volk, eine Flug-, Honig- und Pollenbiene.

Wie ich meine Daseinsberechtigung im Alter hoffentlich verdiene?

Mit Wasserholen, damit auch die Kühlung funktioniert.

An heißen Tagen wird ja gleichzeitig mit vielen Flügeln ventiliert,

damit uns das Wachs nicht von der Decke fällt,

und so sich das Futter – und die Brut - in den Tupperzellen hält.

 

Doch am allerallerliebsten bin ich Bienaballerina,

ich bin im Kondensstreifen pupsen wirklich let´s-dance-mäßig prima.

Ach, ich möchte so gerne mehr wackeln mit meinem Tänzelschwanz.

Doch leider, leider gerät unser Dasein immer mehr zum Totentanz.

 

 

Bien-Mum

 

Selbst als Königin wäre ich nicht wirklich besser dran,

für Königinnen fängt es doch sofort nach der Hochzeit an:

als Königin bist Du auch zwischen 50.000 Bienen allein

- das kann es doch nicht sein.

 

Die alleinige Gebärmalbiene,

äh, Gebärmaschine.

 

Lebenslänglich dienen als füllige Gebärmutter,

die der Hofstaat sogar beim Legen versorgt mit Powerfutter,

damit die Eierlegerei auch ja nicht stockt,

weil die Legebiene vielleicht in der Frühstückspause hockt.

 

Unterdurchschnittlegerinnen erliegen mitunter dem breiten Daumen,

Die Profitimker mögen keine müden Eierpflaumen,

Lieber kreuzen sie Prinzessinnen mit Maschinenpistolen,

um später noch mehr Eier noch schneller heraus zu holen.

 

Also nix mit Königinnenkragen, Zepter und Kronenglanz,

Königin sein, ist nichts weiter als ein anstrengender Eiertanz.

 

Und zu allem – aus meiner Sicht – zu allem Übel,

beschneidet so mancher einer seiner Königin die Flügel.

Damit Bien-Mum ja nicht aus dem Kasten schwärmt

und sich in der Sonne wärmt.

 

Dabei sind doch die Flügel nicht bloß Flügel.

Sie sind Tragflächen und (!) Seelenspiegel.

Flügel können zur Flucht wie zur Freiheit verhelfen,

und machen auch aus dicken Bienen Zwölfen, äh Elfen.

 

Flügel beflügeln Natur und Fantasie.

Beflügelte Seelen sterben nie.

Übrigens: Dackelschlappohren sind in Wirklichkeit kleine Engelsflügel mit Haaren.

Dackel sind nämlich Erdenengel auf vier Pfoten und helfen das Gute zu bewahren.

Ich glaube, so manche Bienenkönigin wäre auch lieber ein Dackel,

so bodenständig und mit lautem Gekläffe und Propellerschwanzgewackel.

 

Denn, was nützen Titelhoheit und Kronensymbolität,

wo eine Seele nur noch aus Fetzen besteht?

Bienenkönigin sein, bedeutet meist Dunkelhaft bis ans Ende der Königinnentage.

Keine Wahl zu haben, stellt das nicht alles in Frage?!

 

Königin sein, heißt zum Wohle des Volkes leben und handeln,

doch kann eine kaputt gemachte Königin Frohsinn in Gene verwandeln?

Die Antwort mag sich jede/r selber überlegen.

Ich würde für die richtige Antwort sogar etwas Honig abgeben.

 

Meine Bien-Mum hat – der Bienengöttin sei Dank - alles gepackt,

meine Mummy war innen und außen intakt.

Meine Mummy hat mehr als ein Mal das Licht der Sonne geschaut,

und als Schwarmkönigin alles gewusst und sich ganz viel getraut.

 

Ich danke Mummys Menschen, dass sie Mummy haben fliegen lassen.

Mummy musste so in ihrem Leben gar nichts verpassen.

 

Mummy konnte mir Kraft und Optimismus vererben.

Darum werde ich mit einem Lächeln sterben.

Doch an Mummys Stelle hätte ich niemals sein wollen.

Da hösle ich doch lieber zentnerweise Pollen.

 

Übrigens: Manche Königinnen werden mit der Post verschickt

und als Reinzucht für viel Geld vertickt.

Viele werden auf dem Rücken farbig markiert,

mittels Autolack wird das Geburtsjahr signiert.

 

Und wenn der Lack ab ist …?

Wer seid Ihr, dass Ihr uns so disst?

 

Auch ganze so genannte Kunstschwärme werden per Post aufgegeben.

Wenn Ihr mich fragt: Kein schöner Start in ein Bienenarbeitsleben.

 

Über künstliche Befruchtung lasse ich mich jetzt nicht weiter aus,

warum haben wir denn schließlich all die Drohnen im Haus?

 

 

Der Drohn

 

Was ich freilich noch weniger sein möchte, als eine Königin ohne Freiheit und Thron,

- das ist ein Drohn:

Wisst Ihr, was dem Willi von Biene Maja einst wirklich geschah?

Die Filmgeschichte wurde zensiert und ist von daher nicht wahr.

 

So ein Bienenmännchen - Drohn genannt - ist groß, dick und nett.

Wir Immen füttern die Drohnen immens fett.

So ein Drohn kann sich nämlich gar nicht selbst ernähren,

tut sich höchstens (dämlich?) vor Sehnsucht auch noch verzehren.

 

Drum drohnt der Drohn zunächst auf einer Wabe,

so als Heizkörper, die ganzen Tage.

Und dient ansonsten auch als Ruhepol,

uns fleißigen Immen als Seelenwohl.

 

So von wegen Yang und Ying,

dieses alles im Gleichgewichte-halten-Ding.

 

So ein Drohn wächst also auf als Stresslessbiene,

somit immer auch mit froher Miene.

Leider können Drohnen auch nicht stechen,

deswegen vollführen manche Imker - natürlich nur die frechen:

 

Spucktakuläres Drohnenspucken,

ohne mit der Wimper nur zu zucken!

 

Der Laie staunt und wundert sich sehr,

denkt, der Imker sei mutig, wie ein Löwendompteur,

Doch sich ein harmloses Insekt in die Schnute zu stecken

- „Dschungelcamp lässt grüßen“ - ist eigentlich nur was für Jecken.

 

Zu der Zeit, wo Prinzessinnen durch laue Lüfte fliegen,

bleiben Drohnen natürlich selten auf den Waben liegen.

Jeden Nachmittag machen die Herren die Flatter, um eine Braut zu finden,

wo `s klappt, tun eines Drohnes Lebensgeister leider hurtig schwinden.

 

Weil - während der Begattung reißt der Schniedel ab,

und nimmt den Drohn so mit ins Grab.

 

Drohnen, die keine Prinzessin abbekommen,

sind übrigens nicht etwa dem Tode entronnen.

Jene werden zum Herbst aus dem Volke geworfen - und verhungern.

Sollten jene zu lange noch bettelnd vor der Haustür lungern:

 

Werden jene - von uns Immen - mit einem Gnadenpiekser erstochen.

Nun ja, besser als hungrig oder ohne Schniedel im Staub gekrochen.

 

Zum Winter müssen die Männchen eben fort sein,

damit das Futter uns reicht, so bis ins Frühjahr rein.

Also – Majas Willi hatte die Wahl zwischen Hungertod, Hinrichtung oder dem Sexitus.

So oder so: nach dem Sommer ist für alle Drohnen Schluss.

 

 

Furchtbare wie fruchtbare Geschichten

 

Ihr lacht. Mit ist nach Lachen nicht zumute,

obwohl, und jetzt kommt es doch: das Gute.

Die Ihr Euch jetzt informiert, seid bereit zu handeln und zu berichten.

Der Satz, „seid fruchtbar und mehret Euch“, meint ja auch Geschichten.

 

All das Gedankengut, das es gilt weiter zu tragen.

Also, macht weiter und erzählt weiter: was zu machen ist und zu sagen.

 

Sorgt dafür, dass jeder weiß und keiner vergisst,

dass das Bienensterben womöglich der Anfang vom Ende ist.

Und, dass ein Bienenretten eine Chance für alle bedeuten mag.

Fangt darum an. Heute, morgen und an jedem weiteren Tag.

 

Wenn Ihr uns rettet, rettet Ihr womöglich die Welt,

Ist das nicht mehr wert, als viel, viel Geld?

 

Überdenkt bitte bei allem Konsum,

Eure Denke, Euer Tun.

Immer höher, immer weiter, immer schneller – und das rund um die Uhr?

Hallo? Seid Ihr noch alle auf der ganz richtigen Lebensspur?

 

Gepanschter Billighonig aus den USA, containerweise auf dem Güterwagon.

Haaallooo!? Was habt Ihr davon?

Pollen aus China nach Uelzen im Schnellversand,

via Amazon – hat die Menschheit noch Verstand?

 

Oma sagt: „Wenn Du denkst, es geht nicht mehr,

kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

Leider kommt hier das Licht am Ende des Tunnels womöglich vom Zug.

Haben wir der Probleme nicht bereits genug?

 

Ey, das ist ja wohl echt abgefahrn,

die Deutsche Bahn leidet an Trassenwahn.

Bitte zurück treten! Heißt das für unsere Natur.

Also da schalte ich doch mal auf: STOPP (!) und auf stur.

 

Fahrt Mutter Erde nicht auf das Abstellgleis,

und schon gar nicht mehr um jeden Preis.

Wie kann die gute, alte Dame sich weiter drehen - ohne gänzlich durchzudrehen,

wie kann Mutter Erde ohne Rolllator durch die weitere Planetengeschichte gehen?

 

Schranke zu, Erde tot,

Countdown im Abendrot?

Niemand will hier neue Schienen,

ganz besonders nicht wir Bienen.

 

Denn ob ICE oder ob Güterwaggon:

Für uns wäre es dann die: ENDSTATION!

Darum machen wir,

folgendes, jetzt und hier:

 

Wir treten der Bahn gegen das SCHIENENbein.

Wir sind so viele, wir sind nicht allein.

Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam haben wir Power,

ob Mann, ob Frau, ob Lehrer, Kanzlerin … Hotelier oder Bauer.

 

Darum macht nun alle mit fußballerischem Schmackes mit.

Geben wir dem Schienenbein den Gemeinschaftstritt.

Darum steht jene Installation da.

Auch damit Ihr erkennt: es ist wahr:

 

Der neue Fortschritt ist ein Schritt zurück.

Um Anlauf zu nehmen - in ein gemeinsames Glück.

 

Ein Zug, der bremst nicht für uns Tiere,

ich weiß, was ich verliere,

wenn die DB unseren Immenhof - und so - verlärmt, erschüttert und zerstört.

Wenn niemand mehr mein Summen nie mehr hört.

 

KEINE SCHIENEN BEI DEN BIENEN! Das ist das Motto,

für mich - die Biene Immelore - und auch für Drohnbrumse Otto.

Bien Mum höchstselbst wäre sehr amused,

wenn Ihr es zumindestens versucht.

 

Mensch, überdenke Dein Verbraucherverhalten,

Mutter Erde hat schon tiefste Sorgenfalten.

Sie ist darüber nicht nur steinalt geworden.

Sie fällt in die Rubrik: Demnächst verstorben.

 

Wo die Menschheit ohne Umkehr weiter macht,

habt Ihr alle bald zuletzt gelacht.

Dement ist Mutter Erde nämlich noch nicht.

Sie vergisst nicht, wer ihr was antut oder ihr bricht.

 

Ja, sie ist verletzt und somit bereits ein Pflegefall,

doch Mutter Erde hat noch die Kraft für den ganz großen KNALL!

Vor jenem KNALL beginnt alles zu verstummen

- zuallererst das Summen: „BSSSSSSSSSSSSS …“

 

Also bitte: fangt an, Mutter Erde wieder zu pflegen und zu verwöhnen.

Dafür hören wir nun auch auf, nur immer zu stöhnen.

Gebt Mutter Erde wieder Grund zur Freude und nehmt Rücksicht.

Sonst seht Ihr vom Zug des Lebens nur zu bald das Rücklicht.

Dann ist der Zug für alle abgefahr`n.

Und das ist dann nicht allein die Schuld der Deutschen Bahn.

 

Ich hoffe, Ihr beginnt nun nachzugrübeln,

wenn nicht - Ich täte es verübeln.

Wenn doch, dann täte es mich freuen

und Ihr würdet es auch nicht bereuen.

Versprochen!

 

Kommen wir jetzt zum geselligen Teil von heute,

damit wir wissen, warum wir weitermachen wollen, Leute.

 

Esst, trinkt, singt, fragt, diskutiert und tanzt und lacht,

bis wir uns sagen: „Gute Nacht.“

 

Übrigens: sollte mein Gedicht keine Früchte tragen

  • dann möchte ich nur so viel hier noch sagen:

ich weiß ALLES über Giftighonig – auch Tollhonig genannt.

Im Internet auch als pontischer Honig und Kriegslist bekannt!

Irgendwann ist Schluss mit guter Miene

- dann werde ich zur Voodoo-Biene.

 

 

Nachgesumme

 

Ene meene miste, es rappelt nix da in der Bienenkiste.

Ene-meene-meck - und auch Du – Du Mensch - bist weg!

 

Weg bist Du noch lange nicht …?

 

Glaubt mir, die Garantiezeit ist unlängst abgelaufen

- und eine neue Mutter Erde lässt sich leider nicht nachkaufen.

 

Ihr glaubt, Ihr könntet eh nix machen oder zumindest nicht viel?

Ihr wärt eh nur kleine Figuren im ganz großen, göttlichen Spiel?

Die Götter würden - von oben herab zusehend - um Sternentaler zocken,

und sich freuen, je mehr die Menschheit würde das Ganze verbocken?

 

Ihr glaubt, Ihr seid den - was auch immer für - Göttern relativ schnuppe?

Nur ein gewisser Unterhaltungswert ließe Euch Statisten noch in der Truppe?

Wollt sagen: So lange wie der RTL-Olympus Einschaltquoten hat,

haben Euch die da oben noch nicht satt?

 

Oder glaubt Ihr, Mutter Erde wäre so eine gigagroße Spielekonsole,

auf das, die eines Tages der hautkrebsrote Spieleteufel hole?

Ja, vielleicht ist Mutter Erde ein computeranimierter 3-D-Video-Tatschscreen,

und nur darum ist der Rasen so full hade-mäßig grün?

 

Oder ist Mutter Erde so ein XXL-Tamagotchi mit Resetfunktion?

Nach dem Tod genügt ein Tipp auf die Taste zum Wiederbeleben schon?

Wenn wir alle das Spiel des Lebens sind, inklusive aller Doktorspiele?

Auf welchem Level befinden wir uns dann - und gibt es noch viele?

 

Wann heißt es: "Rien ne vas plus, nix geht mehr, game over … und tschüss?"

Oder: "Ihr seid dooof, mit Euch spiele ich nicht mehr, haltet die Schnüss."

 

Ach, Ihr denkt, wir seien alle auf ewig gefangen in Highspeed digital,

in einem spielgeregelten Serien-Wiederholungs-Spezial.

In einem Mixed aus Monopoly, Moorhuhnjagd, Schiffe versenken, Memory und Mau-Mau,

Mensch ärgere Dich nicht, Dschungel-Camp und Bauer sucht Frau?

Aber auch die unterhaltsamsten Dokusoaps sind eines Tages auserzählt.

Was, wenn die gähnende Langeweile auch unsere Götter quält?

Wer stirbt in dieser Seiferoper dann unter der Sintflutdusche?

Wer wird zuerst rausgewählt, welcher Looser, welche Lusche?

 

Ach? Wer mit Vorliebe schmutzige Wäsche öffentlich wäscht, bleibt rechtlich länger drin?

Auch wer sich nackig macht, bleibt in allen Medien in?

Doch reicht ein: „… mehr Drama, Baby!“ wirklich aus?

Wann schaltet uns ein: „Ich habe heute leider kein Foto für Dich.“ endgültig aus?

 

Wann werden wir ausgemustert, ausgetauscht oder in die Weltalltonne getreten?

Können wir tatsächlich so gar nichts tun - außer nach oben zu beten?

 

Schluss jetzt mit allen Ausflüchten, mit allen Ausreden.

Einen Telefonjoker wird es in dieser Folge nicht geben.

Und nein, die Spielregeln sind nicht krass gemein,

und eine Moral von der Geschicht muss immer sein.

 

Solltet Ihr also wirklich nur sein, kleine Figuren inmitten vom ganz großen Spiel,

dann fragt nicht: „wer hat`s erfunden???“ sondern sucht unser gemeinsames Ziel.

 

Kommt nicht mit dem: „Das Schicksal lässt sich eh nicht in die Karten gucken.“

Hört auf mit dem Wegducken, Weggucken und Achselzucken.

Wir Bienen gehörten ja nie zu denen, die so rein gar nichts tun,

und doch frage ich mich jetzt so nebenbei auch: „Was nun?“

 

Ich denke nach über ein mobiles Tattoostudio. Oh?

Ich bin zwar keine Killerbiene oder so-oh-oh …

 

Doch genug für heute.

Und wenn Ihr nicht gestorben seid bis dahin, liebe Leute,

bekommt Ihr auch noch eine Fortsetzung zu hören und zu lesen,

mein Frauchen ist dann heute nicht zum letzten Mal eine Xantippse gewesen.

 

Mit brummeligen Immenhofgrüßen

 

Immelore Nektaria Summsine Schulz

 

"ACHTUNG! FERTIG! LOS!" Danke, liebe Monika Leske, für diesen Schnappschuss.

Und ich flieg, flieg, flieg ...

Bsssssssssssssss ... Danke Monika Leske, auch für dieses popöse Bild, aufgenommen in unserem künftigen Bienotop. Mein Kleid - samt Stachel - stammt aus dem Hause Dreieckohr Neu (Facebook) aus Hannover.

Idee, Kostüme, Dekorationen und Text: Brigitte Schulz / 2015

Als Ergänzung zu den Installationen von: Die Immenpiekse und Schnucki

Als Ergänzung zu: KEINE SCHIENEN BEI DEN BIENEN!

 

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