Veggie-Bienen?

Bienenhaltung bedeutet für mich:

 

Die Bienen dürfen dem Naturwabenbau frönen.

 

Die Bienen dürfen den Honig für sich behalten.

 

Die Bienen dürfen sich über den Schwarmtrieb vermehren.

 

Chemiewaffen gibt es bei mir nicht.

 

Rasenmäherroboter gibt es bei mir im Garten nicht. Wobei: Garten lässt sich das nicht nennen. Eher so: Wildnis mit Zaun drumrum.

 

Unkraut ist ein Unwort.

 

 

 

Mein Poetry-Auftritt auf dem Tier- und Naturschutz Open Air Lüneburger Heide 2016

 

Dank meines Designer-Outfits wurde ich bezeichnet als:

 

Bundeswehrbiene?

Engelbiene?

Protestbiene?

Verrückte Biene?

Ökoterroristin ...?

 

(Das Bienenkleid ist eine unikate Kreation von Dreieckohr neu (Facebook) und wurde mit Utensilien aus meinem Fundus von mir liebevoll ergänzt.)

 

 

Bsssssssss ...

Bilder aus früheren Bienengartentagen.

 

Heute halte ich keine Bienen mehr. Aus zeitlichen wie aus gesundheitlichen Gründen. Zwar haben mich meine eigenen Bienen in insgesamt 4 Jahren nicht gestochen bzw. nur aus Versehen (weil mir 2, 3i hinter die Brille geraten waren). Aber nach einigen schlimmen allergischen Reaktionen durch Bienenstiche andererorten, war ich eigentlich gewarnt. Doch erst als im Sommer 2018 mich eine Wespe um Haaresbreite ins Jenseits befördert hatte, habe ich es kapiert. Dazu kommt, dass ich bei bildschönem Wetter heute vermehrt mit der Kamera unterwegs bin und somit die Zeit fehlt, die Schwarmstimmung bei den Bienen genau im Auge zu behalten und die Schwärme von den Bäumen zu pflücken usw.

 

Ergo habe ich schweren Herzens die Bienenhaltung aufgegeben. Doch ich werde ewig dankbar sein, dass ich von Bien Mum, Immelore und Co. soviel habe lernen dürfen. Sie haben meinen Blick fürs Wesentlich geschult. Auch werde ich mich immer zum Wohle dieser wunderbaren Insekten einsetzen. Nur halt mehr mit Wort und Bild.

 

Bienenschwitzkasten / Hornissenfriedhof

Cirka ein Dutzend Hornissen fingen tagelang vor Bien Mums Pavillon Bienen weg!

Doch schließlich haben die Immen - wie David gegen Goliath - nicht nur eine Hornisse in den Schwitzkasten genommen! 

 

Mir wurde gesagt, dass das so eigentlich nur die asiatischen Bienen können, nicht jedoch die deutschen Bienen. Ich wage zu behaupten: Das stimmt so nicht.
Was Gunilla und Monika wohl wieder ausgeheckt hatten, da bei ihrem Guck über den Bienengartenzaun?

Immenhöfliches zum Thema: 

Bedrohte Bienenwelt!

Keine Bienen - kein Erkenntnisapfel.

Installationen und bienige Bilder im Rahmen der Landart Uelzen 2015

Sag mir, wo die Bienen sind …

 

Folgende Bilder zeigen u.a. Installationen von mir. Aus dem Jahre 2015.

 

1. Der Honighahn!
2. Der kaputte Bienenkorb! Oder: Warum uns die Bienen bald einen Korb geben!
3. Der Nahrungskettenbienenbaum! Oder: Der letzte Apfel der Erkenntnis?

 
Der Honighahn

Installation 1

 

Der Honighahn

 

Auf den ersten Blick wirkt der Honighahn ja eher lustig-lustig-trallalallala. Doch was, wenn der echte Honighahn würglich, ähm, wirklich gänzlich abgestellt würde? Vielleicht weil die Bienen zu sehr gemolken wurden? Was wären die Folgen? Würden wir totsächlich, äh, tatsächlich enden wie am Nahrungskettenbaum???

 

Die Honighahn-Installation besteht u.a. aus einem gesägten Holzhühnerhahn (von Mutter Schulzens Haustreppe gemopst), einem geschlauchten Wasserhahn, einem alten, nun unbewohnten Bienenkorb (gestiftet von Familie Moritz aus Melzingen), einer antiken Milchkanne (gestiftet von Familie Sinn aus Rullstorf), und einem – und das ist so was von klasse - von Mutter Schulz gehäkelten Euter.

 

Bleibt zu hoffen, dass dem echten Honighahn der Hals nicht umgedreht wird. Ansonsten wäre demnächst Schluss - mit dem Milch- und Honigfluss. Bienen sind nicht mit der Eier legenden Wollmilchsau gleichzusetzen. Auf Honig könnten wir verzichten, doch auf Bestäubung nicht. Arbeiten die Bienen nicht bereits genug für die ganze Welt? Müssen noch der letzte Tropfen Honig usw. ausgepresst werden?

Es ist an der Zeit, dass die Bienen eine Gewerkschaft bekommen. Es kann nicht sein, dass wir die Bienen behandeln wie einst die Eingeborenen ferner Länder. Zuckerwasser gegen Honig ist doch wie Glasperlen gegen Gold. Oder?


Die Bienenkisten werden übrigens Beuten genannt. Warum eigentlich? 

Der kaputte Bienenkorb

Installation 2

 

Der kaputte Bienenkorb!
Oder: Warum uns die Bienen bald einen Korb geben!

 

Visualisiert wird: ein Teil der negativen Kräfte, die in unserer heutigen Welt auf die Bienen wirken.

 

An einem zerstörten Bienenkorb, auf einem toten Baumstumpf, prange(r)n neben einem Trauerflor, sichtbar gemachte Zerstörungskräfte der Heutezeit. Stichworte:

Milbe, Mensch, Monokultur, neuzeitliche Lücken im Blühtrachtfließband, Umweltzerstörung, Pestizide u.a. Umweltgifte, Säuren, Funkstrahlen, Ausbeutung (übermäßige Honigentnahme, übermäßige Pollenabnahme, Bienengiftentnahme, Gelee-Royal-Abnahme, Propolis, Wachs …) … (Ja, es dreht sich meist immer ums Geld!) … Königinnenflügel beschneiden, künstliche Königinnenzucht, künstliche Besamung, Artenverarmung durch Inzucht und Aussterben, Bienenverschickung per Post, dauerhafte Schwarmverhinderung, Hunger, ständige Erschütterungen, Bienenausbildung zu Sprengstoffexpertinnen, Bienenfabriken (Bienen haben keine Gewerkschaft), Bienendiebstahl (das Bienensterben lässt Bienenvölker teuer werden) … = Stress ohne Ende! Der Stress schwächt die Abwehrkräfte!

 

Um den Baumstumpf darf der Betrachter ruhig öfter herum gehen. Das Leben ist ja in vielerlei Hinsicht ein Kreislauf. So war es jedenfalls gedacht.

Der Nahrungskettenbienenbaum

Installation 3

 

Der Nahrungskettenbienenbaum!
Oder: der letzte Apfel der Erkenntnis?

 

Visualisiert wird: ein möglicher Zerfall der Nahrungskette, der in einer Zukunft ohne Bienen passieren könnte.

 

Alles hängt mit ALLEN und ALLEM zusammen! Darum hängt – mehr als nur symbolisch - eine zerbrochene, eisenhaltige Nahrungskette in einem verdorrten Obstbaum. Mit Naturmaterialien erschreckend bestückt:

 

Tote Bienen, Hornissen, Wespen … Leere Insektenbehausungen, vertrocknete Blumen, teils ohne Blüten, ein letzter (?) Apfel (der Erkenntnis?), tote Käfer (einige Käfer ernähren sich u.a. von Blattläusen) ... Einzelne Samen, Vogelreste, leere Nester, Federn, Eierschalen (einige Vögel ernähren sich u.a. von Samen und Käfern) ... Verdorrte Kleesorten u.ä., Pflanzenfressergehörne, Schädel, Fellstücke, Fleisch- fresserknochen …
Ein Bestäubungspinsel (hier aus Ponyhaar), wie bereits in manchen Teilen dieser Welt notwendig geworden, sowie ein menschliches Gebiss zeigen: wie weit es kommen könnte – in einer Welt ohne Bienen.

 

Der abgestorbene, von Steinen gestützte und von Trauer umflorte Nahrungskettenbaum vermag nachdenklich zu machen. 

 

Achtung! Die toten Tiere wurden allesamt verstorben aufgesammelt und sind nicht extra getötet worden.

Das Klapperklangwindspiel. Um den Sound zu verstehen, bedarf es keiner Musikalität.
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