Tätigkeitsbericht 4 von Nick (Ganzjahrespraktikant)
Klangfarben
Im Rahmen meines Praktikums in unserem kleinen Stadtatelier hatte ich die Möglichkeit, an mehreren künstlerischen Projekten mitzuwirken, die eng mit dem Lied „Klangfarben“ von Brigitte Schulz verknüpft sind. Das Lied, das Brigitte Schulz vor etwa 3 bis 4 Jahren selbst verfasst und komponiert hat, wurde ursprünglich als Poetry für ein Friedensfestival geschrieben. Es sollte dort als eine Performance, die die Themen Frieden, Gemeinschaft und die Bedeutung von Musik als verbindendes Element thematisierte. Aus dieser poetischen Grundlage heraus entstand die Idee, das Lied weiter künstlerisch zu interpretieren und in verschiedene Projekte umzusetzen.
Das Lied „Klangfarben“ bildet somit die kreative Grundlage und Inspiration für die Projekte, die wir im Praktikum realisieren werden. Dabei liegt der Fokus auf der Vermittlung eines „Wir-Gefühls“ und der Verbindung von Musik, Emotionen und Kunst. Die Projekte sollten nicht nur das Thema des Liedes widerspiegeln, sondern auch die emotionale Kraft der Musik auf unterschiedliche Weise visuell und interaktiv erfahrbar machen.
Das erste Projekt ist die Vermenschlichung eines Lautsprechers bzw. einer Musikbox. Inspiriert von den klanglichen und emotionalen Aspekten des Liedes, soll der Lautsprecher nicht nur als technisches Gerät, sondern als eigenständiges, fast lebendiges Objekt dargestellt werden. Aus dem Lautsprecher sollen Musiknoten herausfließen, die das musikalische Element des Liedes widerspiegeln. Um dem Lautsprecher eine menschliche Dimension zu verleihen, ist geplant, ihn mit Augen und eine Perücke, sowie einem Mund auszustatten. Für die Augen, die dem Lautsprecher Charakter verleihen sollen, gibt es verschiedene Materialien, die zur Auswahl stehen, wie Tennisbälle, gehäkelte Augen, Schaumstoffbälle, lufttrocknende Knete, Pappe oder Plastikperlen. Dabei wird darauf geachtet, dass diese die Möglichkeit bieten, sowohl humorvolle als auch tiefere, nachdenkliche Ausdrücke zu erzeugen. Erst durch die kreative Verarbeitung und den Kontext entsteht diese Verbindung aus Technik und Menschlichkeit.
Ein weiteres Projekt ist die künstlerische Gestaltung einer Gitarre. Ziel ist es, die Emotionen, die durch das Lied „Klangfarben“ geweckt werden, visuell darzustellen. Dabei soll aus dem Schallloch der Gitarre eine Art emotionale Ausdruckskraft kommen, die die Vielfalt der Gefühle widerspiegelt, die Musik hervorrufen kann. Mit Acrylfarben sollen verschiedene Emotionen wie Freude, Hoffnung und Inspiration auf der Gitarre dargestellt werden. Wie genau diese Emotionen visualisiert werden, steht noch nicht fest. Doch die Idee, die unterschiedlichen ‚Klangfarben‘ der Musik in Farben und Formen etwa durch Noten an den Drähten zu interpretieren, stellt einen vielversprechenden ersten Ansatz dar.
Ein weiteres Projekt zum Thema ‚Klangfarben‘ ist die Installation von Metallstäben, die sowohl visuell als auch akustisch die unterschiedlichen Töne und Klänge des Liedes darstellen sollen. Durch das Spiel mit verschiedenen Metallformen und die Anordnung der Stäbe entsteht eine Klanginstallation, die das Thema Musik und Klangfarben aufgreift und die interaktive Dimension der Kunst betont.
Das letzte Projekt, das wir noch umsetzen wollen, ist die Gestaltung eines Kinderschlagzeugs. Dabei soll eine Verbindung zwischen Musik und visueller Kunst entstehen. Die Trommeln werden mit Perücken und Muppet-Augen versehen, um ihnen eine ‚Persönlichkeit‘ zu geben. Diese Darstellung soll die Lebendigkeit der Musik und die Freude am Spielen zeigen. Die Perücken und Augen bringen eine humorvolle Note ein, die zum Thema des Liedes ‚Klangfarben‘ passt, dass die Verbindung von Emotionen und Musik behandelt. Außerdem ist geplant, den Trommeln einen Mund oder ein Gesicht zu geben, um den Ausdruck zu verstärken.
Das Bodypainting ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts, rund um das Lied ‚Klangfarben’. In der Anfangszeit unseres kleinen Stadtateliers hat Fräulein Schminke im Rahmen eines Schaufenster-Live-Acts eine Frau von Kopf bis Fuß bemalt. Auf ihrem Rücken und anderen Körperstellen wurden verschiedenste Instrumente dargestellt. Nun, da das Stadtatelier im Oktober schließt, haben wir uns entschieden, ein ‚letztes‘ Bodypainting zu veranstalten. Dieses Mal soll sich das Motiv ausschließlich auf den Rücken beschränken, ohne das Geschlecht der Person erkennbar zu machen. Wie beim letzten Mal werden wieder Instrumente aus Pappmaché gebastelt und integriert.
Für uns hat dieses Projekt eine besondere Bedeutung, denn es markiert zugleich einen Abschied: Mit Fräulein Schminke schließen wir das Kapitel, mit dem alles begann. Da unser Geschäft schließt, ist dieses Bodypainting der krönende Abschluss eines kreativen Abschnitts. Es verbindet auf eindrucksvolle Weise Musik und Kunst und fasst das Ende einer besonderen Phase unseres kreativen Prozesses zusammen.
Ein besonderer Moment im Projekt war die spontane Aufnahme eines kleinen Song-Schnipsels, der die Stimme von Brigitte Schulz zusammen mit den Stimmen von Kindern vereinte. Dieser Song-Ausschnitt bringt eine gewisse Leichtigkeit und Unbeschwertheit in das Lied, die den positiven und gemeinschaftlichen Charakter des Projekts unterstreicht. Die Kinderstimmen fügen dem Song eine frische und lebendige Note hinzu, die das zentrale Thema des „Wir-Gefühls“ noch einmal verstärkt.
Im Zuge der Veröffentlichung eines Song-Schnipsels wurde ein nostalgisches Fotoshooting organisiert, bei dem der Hund Pfiffigenie vor einem Mini-Mikrofon posierte. Diese humorvolle Szene bringt auf spielerische Weise zum Ausdruck, wie Musik, Kreativität und Gemeinschaft in diesem Vorhaben miteinander verbunden sind.
Im weiteren Verlauf ist geplant, das Lied unter professioneller Anleitung unserer Musiklehrerin Susanne Niebuhr (Schwerpunkt Akkordeon und Klavier) sowie unseres Musiklehrers Micheal Uwe Romanski von MUR Music (Bandunterricht: Gitarre, Schlagzeug, Bass) aufzunehmen und anschließend auf verschiedenen Social-Media-Plattformen zu veröffentlichen. In diesem kreativen Rahmen entstanden bereits eigene Songs, teilweise vollständig durchkomponiert, teilweise noch im Entwicklungsprozess, wodurch die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, aktiv am Entstehungsprozess mitzuwirken.
Für die Umsetzung des Songs „Klangfarben“ wurde eine Vielzahl von Musikinstrumenten und Ausstattungen benötigt. Dazu gehörten Gitarren, Bass, Klavier, Ukulele, Mandoline, Keyboard, Schlagzeug (sowohl analog als auch digital), Saxophon und Akkordeon. Ergänzend kamen Notenständer, Mikrofonständer, Mikrofone, Kopfhörer und ein Aufnahmegerät zum Einsatz. Für die Musikproduktion und Aufnahme wurden ein Laptop mit Musiksoftware, Bluetooth-Boxen und ein Verstärker verwendet.
Die Aufnahme von Musikstücken hinter den Kulissen erfordert sorgfältige Planung und Aufmerksamkeit für viele Details, damit das Ergebnis professionell und stimmig wirkt. Besonders wichtig sind eine gute Bildqualität und ein klarer Sound, während störende Hintergrundgeräusche vermieden werden müssen. Auch die Lautstärke der Instrumente und Stimmen sollte aufeinander abgestimmt sein – nicht zu laut, aber auch nicht zu leise.
Darüber hinaus ist der Rhythmus entscheidend: Alle Beteiligten müssen im Takt spielen und singen, damit die einzelnen Instrumente harmonisch zusammenpassen und keine Spur zu dominant wirkt. Nur durch diese Abstimmung lassen sich musikalische Feinheiten klar transportieren und die gewünschte Wirkung der Aufnahme erzielen. Die Arbeit hinter den Kulissen zeigt somit, wie viel Planung, Präzision und Zusammenarbeit nötig ist, um eine Musikaufnahme sowohl technisch als auch musikalisch erfolgreich umzusetzen.
Musik bildete einen wesentlichen Bestandteil der täglichen Arbeit und prägte die Atmosphäre der Einrichtung maßgeblich. Sie diente nicht lediglich als kreatives Angebot, sondern als verbindendes Element innerhalb der Gemeinschaft. Musik und Notenschrift ermöglichten Verständigung über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg und schufen einen gemeinsamen Erfahrungsraum.
Der Gedanke „Wer Instrumente spielt, hat keine Hände frei für Waffen“ verdeutlicht sinnbildlich den friedensstiftenden Charakter musikalischer Arbeit und ihren Beitrag zu einem respektvollen Miteinander.
Dabei stand nicht primär das Erlernen technischer Fertigkeiten im Vordergrund, sondern das gemeinsame musikalische Erleben. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, unterschiedliche Instrumente auszuprobieren, an Bandproben teilzunehmen und sich aktiv in musikalische Prozesse einzubringen.
Der Musik- und Gesangsunterricht war ganzheitlich ausgerichtet: Musik sollte nicht nur verstanden, sondern gefühlt, bewegt und gemeinsam gestaltet werden. Der Schwerpunkt lag auf dem Prozess des gemeinsamen Musizierens und der Erfahrung von Gemeinschaft, nicht auf Leistung oder Perfektion.
Warum machen wir Musik? Diese Frage begleitete mich während meines Praktikums immer wieder. Musik ist weit mehr als Unterhaltung oder ästhetischer Ausdruck, sie ist eine universelle Form der Kommunikation. Besonders in der Arbeit mit Menschen, die Sprachbarrieren erleben oder aus unterschiedlichen Gründen sprachlich eingeschränkt sind, wurde deutlich, welche verbindende Kraft Musik entfalten kann. Bei Menschen mit Flucht- oder Gewalterfahrungen, sowie Autismus zeigte sich, dass Musik einen Zugang ermöglicht, wo Worte fehlen oder nicht ausreichend sind. Klänge, Rhythmus und gemeinsames Musizieren schaffen Begegnung auf einer nonverbalen Ebene und können Sprachlosigkeit überbrücken. Musik kann aber auch Stimmungen beeinflussen, innere Bilder hervorrufen, Fragen aufwerfen oder Antworten andeuten. Sie inspiriert, beruhigt und eröffnet Ausdrucksmöglichkeiten jenseits sprachlicher Grenzen. Gerade im gemeinsamen Musizieren, wird zudem die soziale Kompetenz gefördert, da Aufmerksamkeit, gegenseitiges Zuhören und Abstimmung innerhalb der Gruppe erforderlich sind.
Musik ist viel mehr als nur Klang sie verbindet Menschen, baut Barrieren ab und schafft Gemeinschaft. Mein Praktikum hat mir gezeigt, wie wichtig Musik als Sprache der Inklusion und des Verständnisses ist. Ich habe erlebt, dass Musik nicht nur Freude bringt, sondern auch Heilung, Teilhabe und persönliche Entwicklung fördert. Dieses Wissen möchte ich mitnehmen und weiter ausbauen.
Nick Jahrespraktikant
Praktikumsbericht (Ganzjahresschulpraktikum) von Narges
Im Rahmen meiner Tätigkeit bei Unser kleines Stadtatelier für kreative Inklusion hatte ich die Möglichkeit, mich nicht nur künstlerisch weiterzuentwickeln, sondern auch gesellschaftlich relevante Themen durch kreative Mittel sichtbar zu machen. Mein Schwerpunkt lag dabei insbesondere auf der künstlerischen Fotografie, mit der ich mich intensiv auseinandergesetzt habe. Die Projekte, an denen ich beteiligt war, reichten von dokumentarischen Fotoreihen über soziale Problematiken bis hin zu interaktiven Workshops und Ausstellungen.
Eines der eindrucksvollsten Projekte, an dem ich mitwirken durfte, war eine Fotoreihe über die Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan. In diesem Projekt haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie Kunst als Sprache dienen kann, um Menschen Gehör zu verschaffen, deren Stimme oft unterdrückt wird. Seit der Machtübernahme durch die Taliban sind insbesondere Frauen in ihrer Freiheit massiv eingeschränkt – Mädchen dürfen nicht mehr zur Schule gehen, viele Frauen dürfen nicht mehr arbeiten oder frei sprechen. In diesem Projekt haben wir mit verschiedenen symbolischen Bildkompositionen und Porträts versucht, den Alltag und das Schweigen dieser Mädchen sichtbar zu machen. Es war ein sehr emotionales und kraftvolles Projekt, das nicht nur mein Bewusstsein für globale Ungerechtigkeiten geschärft, sondern auch mein Verständnis für die Rolle von Kunst in der politischen und sozialen Arbeit vertieft hat.
Ein weiteres bedeutendes Projekt beschäftigte sich mit dem Thema Mobbing und Bullying. In dieser fotografischen Auseinandersetzung ging es darum zu zeigen, welche tiefen psychologischen Wunden durch Ausgrenzung, Beleidigung und soziale Isolation entstehen können. Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden haben wir reale Geschichten von Betroffenen in visuelle Konzepte übersetzt. Besonders wichtig war uns, sowohl die Perspektive der Opfer als auch gesellschaftliche Strukturen zu beleuchten, die Mobbing oft stillschweigend dulden. Die daraus entstandene Fotoserie wurde von vielen als berührend und augenöffnend wahrgenommen.
Im Rahmen unserer Arbeit haben wir auch zwei große Kunstausstellungen organisiert und durchgeführt. Die erste Ausstellung fand in Lüneburg statt, die zweite in Gavendorf. Beide Veranstaltungen waren öffentlich zugänglich und hatten das Ziel, unsere Projekte und die damit verbundenen Botschaften einem breiten Publikum näherzubringen. Die Organisation umfasste dabei nicht nur das Kuratieren und Hängen der Werke, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit, Besuchsführung und Gespräche mit Interessierten. Diese Ausstellungen gaben mir wertvolle Einblicke in den professionellen Umgang mit Kunstpräsentation und dem Dialog mit einem diversen Publikum.
Neben der künstlerischen Arbeit war ich auch aktiv an der Planung und Durchführung verschiedener Workshops beteiligt. Besonders hervorzuheben sind der Selbstverteidigungsworkshop, der insbesondere für junge Frauen und Mädchen konzipiert war und sich mit physischer sowie mentaler Selbststärkung auseinandersetzte. Die Teilnehmenden konnten hier nicht nur Techniken zur Selbstverteidigung erlernen, sondern sich auch über persönliche Erfahrungen und Ängste austauschen – in einem geschützten und unterstützenden Rahmen.
Zusätzlich habe ich bei mehreren Kunstworkshops mitgewirkt, bei denen kreative Techniken wie Malerei, Collage und Mixed Media verwendet wurden. Diese Workshops dienten nicht nur der Förderung künstlerischer Fähigkeiten, sondern auch der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Entwicklung eines eigenen Ausdrucks – insbesondere bei Jugendlichen und Menschen mit Fluchterfahrung.
Während meiner gesamten Tätigkeit konnte ich sowohl fachlich als auch persönlich sehr viel lernen. Ich habe meine fotografischen Fähigkeiten verbessert, gelernt, wie man künstlerische Projekte konzipiert und durchführt, und meine Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz weiterentwickelt. Besonders die Arbeit in einem inklusiven und interkulturellen Umfeld hat meinen Horizont erweitert und mir gezeigt, wie wichtig es ist, kreative Räume zu schaffen, in denen Vielfalt, Respekt und Ausdrucksfreiheit gefördert werden.
Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich bei „Unser kleines Stadtatelier für kreative Inklusion“ sammeln durfte. Diese Zeit hat meine berufliche und persönliche Entwicklung nachhaltig geprägt und mich in meinem Wunsch bestärkt, auch in Zukunft Kunst und soziales Engagement zu verbinden. Ich freue mich darauf, weiterhin Projekte umzusetzen, die einen Unterschied machen – für einzelne Menschen, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes.
Narges, Juni 2025
Praktikumsberichte von unserer Praktikantin Narges (Fachhochschule für Kunst und Gestaltung)
Sie ist unglaublich vielseitig begabt, aufmerksam, einfühlsam ... Uns war vom ersten Moment an als wäre Narges schon immer Teil unseres Teams.
Das Studio: Unser kleines Stadtatelier für kreative Inklusion
"Unser kleines Stadtatelier für kreative Inklusion" ist ein besonderer Ort, der sich der Förderung von Kreativität und Inklusion in der Gemeinschaft widmet. Das Studio, das sich in einem lebendigen urbanen Gebiet befindet, bietet eine einladende Umgebung, in der Menschen aus verschiedenen Hintergründen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, zusammenkommen können, um ihr künstlerisches Potenzial zu entdecken.
Das Studio ist nicht nur ein Ort der Kunstschaffung, sondern auch ein Zentrum für kulturellen Austausch und persönliche Entwicklung. Es werden verschiedene Workshops, Veranstaltungen und Projekte angeboten, die darauf abzielen, Kunst für alle zugänglich zu machen, unabhängig von ihren physischen, kognitiven oder sozialen Fähigkeiten. Die Mission besteht darin, Barrieren für die Teilnahme an der Kunst abzubauen und eine Gemeinschaft zu fördern, in der Kreativität und Inklusion Hand in Hand gehen.
Die Geschichte des Studios
Das Studio wurde von Brigitte Schulz gegründet, einer Künstlerin und Verfechterin inklusiver Kunst. Brigitte hat eine tiefe Leidenschaft für Kunst und soziale Inklusion und erkannte den Bedarf an einem Raum, der diese beiden Welten zusammenbringen kann. Ihre Vision war es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen, die in traditionellen Kunsträumen möglicherweise ausgeschlossen werden, eine Heimat für ihren kreativen Ausdruck finden können. Brigittes Weg zur Gründung des Studios war von ihren persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen geprägt, wie Kunst Leben verändern kann. Sie stellte fest, dass Menschen mit Behinderungen oft erheblichen Barrieren gegenüberstehen, wenn es um den Zugang zu Kunsterziehung und kreativen Möglichkeiten geht. Diese Erkenntnis inspirierte sie dazu, einen Raum zu schaffen, in dem jeder, unabhängig von seinen Fähigkeiten, voll am kreativen Prozess teilnehmen kann.
Projekte und Initiativen
"Unser kleines Stadtatelier" veranstaltet eine Vielzahl von Projekten, die darauf abzielen, kreative Inklusion zu fördern. Diese Projekte sind so konzipiert, dass sie inklusiv und zugänglich sind, sodass jeder teilnehmen kann. Das Studio bietet Workshops in verschiedenen künstlerischen Disziplinen an, darunter Malerei, Skulptur. Diese Workshops werden oft von professionellen Künstlern geleitet, die Erfahrung in der Arbeit mit vielfältigen Gruppen von Menschen haben. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit des Studios ist der Fokus auf kollaborative Projekte. Die Teilnehmer werden ermutigt, zusammenzuarbeiten, Ideen auszutauschen und gemeinsame Kunstwerke zu schaffen. Dieser kollaborative Ansatz fördert nicht nur ein Gemeinschaftsgefühl, sondern ermöglicht es den Teilnehmern auch, voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Das Studio engagiert sich auch in Outreach-Aktivitäten, indem es mit lokalen Schulen, Gemeindezentren und anderen Organisationen zusammenarbeitet, um Kunst in das Leben von Menschen zu bringen, die möglicherweise keinen Zugang zu solchen Möglichkeiten haben. Diese Outreach-Programme sind ein wesentlicher Bestandteil der Mission des Studios, Kunst für alle zugänglich zu machen.
Auswirkungen auf die Gemeinschaft
Die Auswirkungen von "Unser kleines Stadtatelier für kreative Inklusion" auf die Gemeinschaft sind tiefgreifend. Durch die Bereitstellung eines Ortes, an dem jeder willkommen ist, hat das Studio dazu beigetragen, soziale Barrieren abzubauen und Menschen zusammenzubringen. Die Teilnehmer berichten oft, dass sie sich durch ihre Teilnahme an den Aktivitäten des Studios selbstbewusster und gestärkter fühlen. Für viele ist das Studio nicht nur ein Ort, um Kunst zu machen; es ist ein Ort, um sich mit anderen zu verbinden, Unterstützung zu finden und sich auf eine Weise auszudrücken, die sie möglicherweise zuvor nicht für möglich gehalten hätten. Der inklusive Ansatz des Studios hat auch dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Bedeutung von Barrierefreiheit in der Kunst zu schärfen und andere Organisationen zu ermutigen, ähnliche Praktiken zu übernehmen.
Meine Aufgaben als Praktikantin
Als Praktikant werde ich in verschiedenen Bereichen aktiv sein. Zu meinen Aufgaben gehören:
Praktikumsbericht Nr. 2
Vorbereitung und Gestaltung einer Ausstellung
Im Zuge meines Praktikums war es meine Aufgabe, bei der
Planung und Realisierung einer Ausstellung mitzuwirken. Dabei lag
mein Fokus auf der Auswahl der Fotografien, deren Druck auf Stoff
sowie der kreativen Benennung der Bilder. Dieser Prozess bot mir
die Möglichkeit, tiefere Einblicke in die organisatorischen und
ästhetischen Aspekte der Ausstellungsgestaltung zu gewinnen. In
diesem Bericht möchte ich meine Schritte und Erfahrungen bei der
Vorbereitung der Ausstellung näher beschreiben.
1. Auswahl der Bilder für die Ausstellung
Zu Beginn der Arbeit an der Ausstellung stand die sorgfältige
Auswahl der Fotografien im Vordergrund. Aus einem
umfangreichen Bestand an Fotografien, die ich im Laufe des
Praktikums erstellt hatte, wählte ich jene aus, die am besten zum
übergeordneten Thema der Ausstellung passten. Dabei achtete ich
sowohl auf technische Faktoren wie Schärfe, Kontrast und
Bildkomposition, als auch auf die emotionale Wirkung der Bilder.
Die Entscheidung, welche Bilder verwendet werden sollten, fiel auf
eine Sammlung von Landschaften, Porträts und Detailaufnahmen,
die gemeinsam eine narrative Linie bildeten. Ziel war es, mit den
Bildern eine visuelle Geschichte zu erzählen, die den Betrachtern
Raum für Interpretation und eigene Assoziationen bot. Besonders
faszinierend war es, Motive auszuwählen, die das Thema Ruhe und
Reflexion einfingen, da dies der zentrale Gedanke der Ausstellung
war. Es war wichtig, eine Balance zwischen technischer Perfektion
und ästhetischer Tiefe zu finden, um das Gesamtkonzept der
Ausstellung zu unterstützen.
2. Vorbereitung der Bilder für den Druck
Nachdem ich die Bildauswahl getroffen hatte, stand als nächster
Schritt die Vorbereitung für den Druck auf Stoff an. Ich überarbeitete
die Bilder zunächst digital, um sicherzustellen, dass sie in höchster
Qualität gedruckt werden konnten. Besonderes Augenmerk legte
ich auf die Anpassung der Auflösung und der Farbwiedergabe, da
Drucke auf Stoff anders wirken als auf Papier oder Bildschirm.
Da wir uns bewusst dafür entschieden hatten, die Bilder auf Stoff zu
drucken, galt es, einen passenden Stoff zu wählen, der den
Fotografien eine besondere Textur und Tiefe verleihen würde. Der
Druck auf Stoff schafft nicht nur eine fühlbare Ebene, sondern gibt
den Bildern auch eine gewisse Weichheit, die gut zum Thema der
Ausstellung passte. Für diese Aufgabe arbeitete ich eng mit einer
Druckerei zusammen, die auf den Druck von Bildern auf Stoff
spezialisiert ist. Gemeinsam mit den Experten der Druckerei
entschied ich mich für einen fein strukturierten Baumwollstoff, der
eine natürliche und warme Ausstrahlung besitzt und die Detailtreue
der Fotografien bewahrt.
3. Zusammenarbeit mit der Druckerei
Die enge Zusammenarbeit mit der Druckerei war ein
entscheidender Aspekt der Ausstellungsvorbereitung. Die Experten
der Druckerei unterstützten mich dabei, den richtigen Stoff zu
wählen und die technischen Anforderungen für den Druck
sicherzustellen. Ein wichtiges Ziel war es, dass die Farben der
Bilder auch auf dem Stoff lebendig und natürlich wirkten. Dazu
wurden verschiedene Farbprofile getestet, um die bestmögliche
Übereinstimmung zwischen der digitalen Bildversion und dem
gedruckten Ergebnis zu erzielen.
Nachdem der Druck abgeschlossen war, nahm ich die fertigen
Stoffdrucke entgegen. Diese wurden sorgfältig verpackt und
transportbereit gemacht, um sie sicher in den Ausstellungsraum zu
bringen. Es war beeindruckend, die Bilder nun in gedruckter Form
zu sehen, da der Stoffdruck den Fotografien eine besondere
Eleganz und Tiefe verlieh, die im digitalen Format nicht zu spüren
war.
4. Titelvergabe für die Bilder
Ein weiterer kreativer Teil meiner Arbeit bestand darin, passende
Titel für die Fotografien zu wählen. Die Titel sollten nicht nur das
Motiv der Bilder beschreiben, sondern auch die emotionale Wirkung
verstärken und eine Verbindung zum Betrachter herstellen. Dabei
ging es darum, den Bildern eine zusätzliche Bedeutungsebene zu
verleihen, ohne jedoch die Interpretation der Betrachter zu stark zu
beeinflussen. Inspiriert von den Stimmungen und Geschichten, die die Bilder
vermittelten, entschied ich mich für Titel wie „Aufwiedersehen?“ für
ein Porträt einer Person in einem ruhigen Moment.
5.Aufbau der Ausstellung
Der letzte Schritt bestand im Aufbau der Ausstellung. Nachdem die
Bilder aus der Druckerei eingetroffen waren, bereitete ich sie für die
Hängung vor. Die gedruckten Stoffbahnen wurden auf spannbare
Rahmen montiert, damit sie straff und faltenfrei präsentiert werden
konnten. Dadurch kam die Textur des Stoffes und die Details der
Bilder optimal zur Geltung.
Der Aufbau der Ausstellung erforderte zudem eine durchdachte
Anordnung der Bilder im Raum. Ich entschied mich, die Fotografien
so zu platzieren, dass ein natürlicher Fluss entstand, der die
Besucher durch die Ausstellung führte. Dabei achtete ich darauf,
dass zwischen den Bildern ausreichend Platz gelassen wurde,
damit jedes Werk für sich wirken konnte. Auch die Beleuchtung
spielte eine wichtige Rolle: Die richtige Lichtstimmung war
entscheidend, um die Struktur des Stoffes hervorzuheben und
gleichzeitig eine angenehme Atmosphäre im Raum zu schaffen.
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Praktikumsbericht Nr. 3
Praktikumsbericht Nr. 4
Tätigkeit bei der Bandprobe
Im Rahmen meines Praktikums hatte ich die Gelegenheit,
regelmäßig bei den Proben einer Band mitzuwirken. Meine
Hauptaufgaben umfassten den Auf- und Abbau der Musikanlage,
die Vorbereitung des Proberaums sowie die Unterstützung bei der
Auswahl und Vorbereitung der Musikstücke. In diesem Bericht
möchte ich meine Tätigkeiten und die dabei gesammelten
Erfahrungen beschreiben.
1. Vorbereitung des Musikraums und Aufbau der Geräte
Zu Beginn jeder Bandprobe war es meine Aufgabe, den Proberaum
einzurichten. Dies beinhaltete den Aufbau der Musikanlage, das
Verkabeln der Instrumente und das Einstellen der Lautsprecher. Die
verwendeten Geräte waren dabei zentral für den reibungslosen
Ablauf der Probe.
Ein wichtiger Bestandteil des Aufbaus war das Mischpult. Es wurde
dafür verwendet, die verschiedenen Tonquellen wie Gitarren, Bass,
Mikrofone und Schlagzeug miteinander zu verbinden und die
Lautstärke sowie die Klangqualität der einzelnen Instrumente
abzustimmen. Das korrekte Einpegeln der Instrumente war
entscheidend, um ein ausgewogenes Klangbild zu erzeugen.
Zu den weiteren verwendeten Geräten gehörten die Verstärker für
die E-Gitarren und den Bass. Diese Verstärker mussten korrekt
angeschlossen und eingestellt werden, um Verzerrungen zu
vermeiden und eine gute Klangqualität sicherzustellen. Außerdem
wurden Mikrofone für die Sänger aufgestellt und über das Mischpult
angeschlossen.
Des Weiteren sorgte ich dafür, dass die Lautsprecher in geeigneter
Position aufgestellt wurden, um den Raum gleichmäßig mit Klang
zu versorgen. Dabei war es wichtig, auf die Größe des Raums und
die Position der Bandmitglieder zu achten, damit alle sich gut hören
konnten, ohne dass es zu Rückkopplungen kam.
Nachdem alle Geräte aufgebaut und angeschlossen waren, führte
ich zusammen mit den Bandmitgliedern einen Soundcheck durch.
Dabei wurde überprüft, ob alle Instrumente richtig angeschlossen
waren und ob der Klang für die Probe optimal eingestellt war.
2. Musikstücke vorbereiten
Neben den technischen Aufgaben war ich auch in die inhaltliche
Vorbereitung der Bandprobe eingebunden. Dies umfasste die
Auswahl und Vorbereitung der Musikstücke, die während der Probe
gespielt wurden. Hierbei war es meine Aufgabe, die Setlist der
Band für die Probe zu erstellen. Die Setlist enthielt die Lieder, die
die Band während der Probe spielen wollte, und ich half dabei, die
Reihenfolge der Lieder festzulegen, um eine gute Balance
zwischen schnelleren und langsameren Stücken zu finden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war das Vorbereiten der Noten und
Texte. Einige der Bandmitglieder spielten nach Noten, während
andere die Texte benötigten. Ich sorgte dafür, dass die
entsprechenden Notenblätter und Texte vor Beginn der Probe für
alle verfügbar waren und dass die Bandmitglieder vorab mit der
Reihenfolge der Lieder vertraut waren.
Zusätzlich unterstützte ich bei der Anpassung der Arrangements.
Oftmals mussten bestimmte Passagen eines Songs umgeschrieben
oder angepasst werden, damit sie besser zur Besetzung der Band
passten. Hierbei arbeitete ich eng mit den Musikern zusammen, um
herauszufinden, welche Teile eines Liedes modifiziert werden
mussten.
3. Abbau der Geräte und Nachbereitung
Nach der Probe war es meine Aufgabe, die Geräte wieder
abzubauen und den Proberaum aufzuräumen. Dazu gehörte es, die
Instrumente und Verstärker ordnungsgemäß auszuschalten und die
Kabel ordentlich zusammenzulegen, um Schäden zu vermeiden
und beim nächsten Aufbau Zeit zu sparen. Besonders wichtig war
dabei, auf die richtige Handhabung der empfindlichen Geräte wie
Mikrofone und Lautsprecher zu achten.
Auch nach der Probe gab es Aufgaben zu erledigen. Ich notierte
beispielsweise, welche Lieder gut funktioniert hatten und welche
Teile der Bandprobe beim nächsten Mal wiederholt oder verbessert
werden sollten. Diese Notizen wurden in der nächsten Probe
verwendet, um den Fortschritt der Band zu verfolgen und gezielt an
Schwächen zu.
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